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Neuigkeiten rund um
Gerlinde Sämann

Liebe Freunde und Begleiter meines sängerischen Wegs,

ich möchte Ihnen und Euch ein paar Infos für 2018 geben, die mich selbst berühren und erfreuen: Gerade eben sind wir mit Vocame mit der Aufnahme unserer vierten CD fertig geworden. "Cathedrals" wird sie heißen. Die Platte gefällt mir besonders, da die Stücke sehr abwechslungsreich sind, das Ohr wird nicht müde vom Hören, besonders gut gefallen mir die Corsischen Einschläge, die in zwei Stücken anklingen. Mehr will ich noch nicht verraten. 

 

Im Februar werde ich in Luxemburg Lieder einer Komponistin aufnehmen, die bisher noch wenige kennen. Helen Buchholtz heißt sie. Und beinahe wären ihre anrührend melancholischen Lieder, die sehr plastisch den Zeitgeist der 1920er und folgende Jahre wiederspiegeln, verlorengegangen. Ihr Nachlaß in Form von ihren extravagant farbig gemalten Noten lagen über viele Jahre in einem Koffer. Ein Neffe der Komponistin konnte ihn gerade noch aus dem Müll retten und transportierte ihn damals auf dem Fahrrad zu sich nach Hause und lagerte ihn  auf seinem Speicher ein. Viele Jahre später, als dieser Neffe schon alt war, überließ er den gesamten Koffer einer Musikwissenschaftlerin des Cultur Cid-Femmes, Luxemburg. Nun entsteht eine Doppel-CD. Wir werden auch zeitgenössische Lieder lebender Komponistinnen aus Luxemburg aufnehmen. Tatsiana Zelianko, Catherine Kontz, Stevie Wishard und AlbenaPetrovic-Vrantchanska. Ihre Kompositionen beziehen sich auf das Textmaterial, welches Helen Buchholtz verwendet hat. 

Gründonnerstag und Karfreitag habe ich die große Ehre in der Thomaskirche in Leipzig zusammen mit den Thomanern unter der Leitung von Gotthold Schwarz die Matthäuspassion singen zu dürfen. Bach liegt dort begraben. Für mich ist Leipzig ein besonders musikalisch inspirierender Ort, und die Matthäuspassion geht mir nach all den Jahren des Singens immer noch besonders nah.

Im Juli nehme ich zusammen mit dem Dresdner Kammerchor unter der Leitung von Hans Christoph Rademann die letzte CD der gesamten Schützeinspielung auf. Ich habe Schütz als einen Juwel unter den alten Meistern entdeckt und mein Herz wird weit in diesen phantastischen Klängen, wenn Chor, Bläser und Streicher zusammenkommen. Der Dresdner Kammerchor hat für mich einen ganz besonderen und einzigartigen Klang, den ich überall wiedererkenne würde. Ich bin glücklich, bei dieser letzten CD dabeisein zu dürfen.

 

So weit erstmal. Ich werde die "Neuigkeiten" von Zeit zu Zeit updaten. Wir hören uns!

Ihre/Eure Gerlinde Sämann


Gerde frisch erschienen: die vorletzte Einspielung der gesamten Schütz-Vokalwerke mit dem Dresdener Kammerchor und Hans-Christoph Rademann


Ebenfalls neu erschienen:

 

JOHANN SEBASTIAN BACH

»MATTHÄUS-PASSION« BWV 244

 

Getanzt von Schülern aus Stuttgart und Umgebung, aus Minden und Pforzheim sowie von VivaTanz. Idee & Choreographie: Friederike Rademann. Musiziert von herausragenden Solisten und der Gaechinger Cantorey unter Leitung von Hans-Christoph Rademann. Eine Produktion von Accentus Music.


Musica fugit: Ein Musiktheaterprojekt mitten im Leben - sehen Sie selbst!


Ein Interview mit Tabea Soergel von Radio DZB über die Herausforderungen einer Notenschrift für nicht sehende Menschen - hörenswert!


Vom 23.–25. März 2017 fand im Umkreis des Heliosgeländes in Köln-Ehrenfeld allabendlich das »Aktionsstück« Fugit statt. Es war Teil des Kölner Fests für Alte Musik, veranstaltet vom Zentrum für Alte Musik (ZAMUS), das hier auch seinen Sitz hat. Fugit ist ein interaktives Musiktheater, entwickelt von der Straßentheatergruppe Kamchàtka aus Barcelona um ihren Künstlerischen Leiter Adrian Schvarzstein. Es spielen außerdem mit: Verschiedene Gruppierungen eines Alte-Musik-Ensembles und die blinde Sopranistin Gerlinde Sämann. Es geht um Flucht, Zuflucht, Transit. Ein Jahr nach seiner ersten Erfahrung mit Fugit traf Tobias Ruderer Gerlinde Sämann am Rande der Proben in der ZAMUS-Küche.

 

Zum Interview >


Das wunderbare "All-of-Bach"-Video des Duetts aus der Bach-Kantate 99, musiziert gemeinsam mit Damien Guillon (Countertenor), Martin Stadler (Oboe) und Marten Root (Traverso) unter der Leitung von Jos van Veldhoven